Jahresteam-Wochenende
März 8th, 2009 — adminEin absolut herausragende Erlebnis ist unbestritten unser Jahresteam-Wochenende. Am Samstag, 17.1. machten wir uns um 9.00Uhr auf den Weg. Die Jahresteamler hatten eine kleine und dazu verwirrende Packliste von uns bekommen mit der Ansage, dass wir erst So abend zurückkommen. Zunächst gings mit PKW nach Eppingen-Mühlbach. In der Kirche dort, führten wir sie ins Thema ein: 2 Tage auf den Spuren mittelalterlicher Klosterbrüder und –schwestern. Also Schwimmzeug, Geld, Handys und Hausschuhe auspacken und rein in die Kutte, noch schnell ein paar passende Gesänge geübt, gebetet und los ging die Pilgerreise. Bei strahlendem Sonnenschein marschierten wir nach Maulbronn, immerhin ca. 18km. Dort angekommen gab’s zwar Wasser & Brot, sowie eine Klosterführung, aber leider kein Bett. Also Rucksack wieder auf und weitermarschiert. Im Elfinger Hof, ca. 3km hinter Maulbronn fanden wir dann schließlich ein Quartier – den Heuboden überm Kuhstall. Nach heißen Maultaschen (selten waren sie sooooo lecker!) und noch ein paar Spielrunden begaben wir uns schon in unsere Schlafsäcke aufs Heu. Eine wahrlich coole Angelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes!
Ich glaub, ich hab kein Auge zugemacht in dieser Nacht. Auf dem Weg hatte ich Ps. 63 auswendig gelernt, den ich immer mal wiederholte, ansonsten war ich mit bewegen beschäftigt, damit ich warm bleibe. Um 5.00Uhr war die Nacht dann auch schon wieder zu Ende. Wir starteten in den Tag mit dem Film „Die große Stille“, eine Dokumentation über den Kartäuserorden. Und ein Film, der wirklich hält, was er im Titel verspricht… sehr meditativ. Wäre nicht mein Stil, aber irgendwie bewundere ich diese Mönche, die ganz abgeschieden leben, anbeten, sich Gott hingeben. Gab auch noch gute Diskussionen, ob so ein Kloster mit dem Missionsbefehl vereinbar ist.
Nach der „Stillen Zeit“ gab’s dann Frühstück und dann ging’s auch schon wieder weiter. Die knapp 10km bis Bretten fielen nicht nur mir deutlich schwerer als die doppelte Strecke vom Vortag. Gut, dass der Regen erst in Bretten einsetze. Dort bekamen wir eine interessante Führung im Melanchthonhaus, sprachen auch darüber, was Luther am Klosterwesen seiner Zeit ablehnte und warum infolgedessen im evangelischen Raum die Kommunitäten doch immer noch etwas exotisch sind. Zu Beginn der Tour hatte jeder Mönch / jede Nonne ca. 2,50€ bekommen. Das konnten wir nun für ein Mittagessen einsetzen. Richtig, für nen ganzen Döner reicht das nicht… Aber geteilt macht’s eh mehr Spaß und immer noch satt.
Von Bretten fuhren wir dann mit der Stadtbahn wieder zurück ins 21.Jahrhundert. Alle richtig fertig, aber auch glücklich, ziemlich einzigartige Erfahrung für uns!

















