ESMACon 2010 – Anstelle eines Reviews

Ich könnte viele Worte verlieren und dennoch nicht sagen, wie gut ich die ESMACon 2010 fand.

Deshalb hier die Predigten zum Nachhören: ESMACon 2010 in Worten.

Am meisten haben mich die Bibelarbeiten von Dick Dowsett beeindruckt!

ESMACon 2010 by bmk81.wordpress.com
ESMACon 2010 Flyer by bmk81.wordpress.com 

Über den Author:

Br. Manfred ist 26 Jahre alt und - wie der Name sagt - Bruder einer Kommunität. Genauer, der Kommunität Adelshofen. Nach seinem Studium am TSA, studiert er an der Uni Heidelberg gerade Theologie weiter.

Geheimtip in Sinsheim.

Wer in oder in der Nähe von Sinsheim (das liegt bei Hoffenheim ^^) wohnt, muss dringend die Galerie von SAM besuchen! Was erwartet einen? Ein Ort, der an sich wie eine Einladung anfühlt =)

Umgeben von Kunst, gibt es schicke Ledercouches, schlichtes, schönes Design, Barhocker, super freundliche Angestellte, Kaffee, Kuchen und jede Menge Atmosphäre. Der besondere Bonus: Hinter SAM steht die Sinsheimer Arbeitsgemeinschaft Migration (Link). Die Galerie ist Raum für interkulturelle Begegnung, Austausch, kennenlernen, reden. Oder einfach zum Genießen.

Zu finden ist die Galerie in der Hauptstaße 61 (Link) – direkt neben Ihr Platz. Geöffnet hat SAM Montags bis Freitags, von 16.00 bis 22.00 Uhr.

Über den Author:

Br. Manfred ist 26 Jahre alt und - wie der Name sagt - Bruder einer Kommunität. Genauer, der Kommunität Adelshofen. Nach seinem Studium am TSA, studiert er an der Uni Heidelberg gerade Theologie weiter.

Review: Kindertag 2009 – Auf zur Adelsburg

Kindertag 2009 Schmied und Hirte

Kindertag 2009 Schmied und Hirte

Rosenmontag und (der hat keinen extra Namen) Dienstag, war im Lebenszentrum Kindertag.

Durch Krankheitsausfall habe ich den Powerpoint – Job geerbt und konnte so beide Tage mit erleben. Einfach nur Hammer =)

Montag waren um die 700 Kinder und gestern so 1200 da. Standartlautstärke in der Halle waren zwischen 70 und 80 dB. Höchstpunkt 106. Aber darum gings ja nicht. Gespielt wurde ein Theaterstück – Der Rote Graf (frei nach dem Buch Der Rote Graf von Heinz Böhm). Es geht um Ritter, um Mut, um Verrat, um Freundschaft, um Leben und Tod. Ich muss sagen, es hat alles gepasst. Die Schauspieler in ihren Rollen, der Begeisterung der Kinder und die super Musik + Animation =)

Da wäre ich eigentlich gern selber als Kind dabei gewesen.

(Das Hintergrundbild steht unter CC Lizenz und ist von hier.)

Über den Author:

Br. Manfred ist 26 Jahre alt und - wie der Name sagt - Bruder einer Kommunität. Genauer, der Kommunität Adelshofen. Nach seinem Studium am TSA, studiert er an der Uni Heidelberg gerade Theologie weiter.

Wir sind Brüder – auch wenn wir nicht so aussehen …

Bruder Manfred und Novize Stefan waren neulich beim christlichen Jugendradio des ERF: “Crosschannel”. Dort haben sie erzählt wie sie in die Kommunität gekommen sind und wie das Leben dort so abläuft.Das passt auch alles wunderbar in das Konzept unseres Blogs, daher habe ich das Interview hier online gestellt.

“Sie leben ähnlich wie Mönche – nur evangelisch. Ihr ganzes Leben steht ihm Dienste Gottes. Das bringt viele Entbehrungen mit sich (keine Frauen!), aber umso mehr Gewinn …

Bruder Manfred und Stefan gehören zur Kommunität Adelshofen ..
Was machen Brüder eigentlich den lieben langen Tag? Ausschließlich beten und singen?

Weit gefehlt! Während Bruder Manfred gerne an PCs bastelt, engagiert sich Stefan vor allem in der Jugendarbeit. Über ihren Weg in die Kommunität Adelshofen und warum sie ihr Leben ganz der Sache Gottes gewidmet haben, erzählen sie euch in BioGraffiti:

  • Von wegen Mönche: Bruder Manfred und Stefan räumen mit einigen Klischees auf.
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  • Wie sieht das Leben in einer Kommunität aus?
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  • “Ich bin Bruder.” Stefan und Bruder Manfred erzählen über ihre Berufung, dumme Sprüche und was passiert, wenn die Traumfrau kommt …
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  • Wie Bruder Manfred Bruder wurde …
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  • … und warum Stefan Bruder werden will.
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  • Wie hat sich ihr Leben seit dem Eintritt in die Kommunität verändert?
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  • … and more to come: Bruder Manfred und Stefan haben noch viel vor.
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Bruder Manfred und Stefan gehören zur Kommunität Adelshofen …
Das christliche Lebenszentrum Adelshofen ist aber nicht nur eine Kommunität, sondern auch eine Bibelschule. Reinschnuppern könnt ihr hier: www.lza.de

Über den Author:

Alles neu…

… macht der September!

Naja, zumindest fast alles…

Vieles bleibt beim Alten:

  • die Kommunität ist und bleibt treu, unterstützt in Rat und Tat alle, die im LZA aus- und eingehen
  • die Leute ausm TSA, die jetzt ins 2., 3., oder 4. Studienjahr kommen
  • das Geschirr will mind. 3mal am Tag gespült werden

Aber auch so manche Veränderungen stehen an:

  • neue Leute werden das LZA ihr Heim nennen: 17 neue Jahresteamler und um die 15 neue Erstklässler
  • die Viertklässler verschwinden in ein paar Tagen ins Praktikum

für mich heißt es:

  • ein komplett neues Zimmer inklusive neuer, aber alt-bekannter Zimmermitbewohnerin
  • Umstellung vom Jahresteamalltag (arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten, chillen, chillen, chillen) auf Studentenalltag (zuhören, schreiben, nachdenken, lesen, schreiben, lernen, lernen, chillen)
  • sich daran gewöhnen müssen, dass meine Mitjahresteamler nicht mehr im Haus rumrennen
  • neue Klassenkameraden kennenlernen

Aber: was auch immer kommen wird, eins ist 100% sicher: GOTT IST TREU!!! “Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht, denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.” (Jos 1,9)

Über den Author:

Tabea ist 20 Jahre alt und zur Zeit im JahresTEAMs 07/08. Ab Sommer 08 will sie die Ausbildung am Theologischen Seminar machen. Wenn ihr langweilig wird radelt sie gerne, fährt Inliner und spielt Badminton. Sie liebt Überraschungen und ist gerne unterwegs. Ihr Blog: jahresteam.de

Armut und Abhängigkeit

Vor der Sommerpause noch einen Beitrag zu den Drei Evangelischen Räten (wiki). Über Ehelosigkeit habe ich bereits etwas geschrieben. Deshalb folgt nun ein Beitrag über dem Punkt Armut.

In unserer Kommunität nennen wir es “Schlichtheit” anstatt Armut. Es ist, in Anbetracht der echten Armut in der Welt, der bessere Begriff für das Leben in unserem Rahmen. Wir leben hier grundsätzlich in Gütergemeinschaft. Das bedeutet, dass man seinen Besitz mit in die Gemeinschaft gibt. Hatte man z.B. ein Auto, so gehört es nun allen gleich. Das gleiche gilt für unsrere Arbeitskraft. In anderen Gemeinschaften arbeiten verschiedene oder alle Mitglieder außerhalb des Ordens. Bei uns arbeitet jede/r direkt im Werk. Durch dieses “Sich-ganz-hinein-geben” wird eigentlich erst alles möglich. Nur weil wir ganz hier sind, können wir mit aller Kraft arbeiten. Das geschieht vor allem im Unterricht, Jahresteam, Freizeiten, Tagungen, Seminaren und Gemeindediensten. Und es schließt die gesamte Hausorganisation mit ein (Kochen, Putzen, Elektro, Renovation etc.).

Gleichzeitig führt Armut oder Schlichtheit immer in Abhängigkeit. Die Frage ist nur, an wen man sich hängt. Man kann viel über Gottvertrauen reden oder schreiben; man kann sogar viel darüber predigen. Mit einem “sicheren” Job ist das einfach, weil man sich nicht auf Gott verlassen muss. Wenn man aber sein Geld, seine Kraft, seine Zeit, seine Kreativität, sein Leben dafür einsetzt, dass Jesus’ Sache gepusht wird, hat man diese Rücklagen und Versicherungen nicht. (Vgl. Matthäus 6, 33)

Es ist ein komisches Gefühl, so bewusst von Gott abhängig zu sein. Manchmal verletzt es auch den Stolz: Warum muss das so sein? Warum geht es anderen so gut, die auf Gott nichts geben? (Vgl. Psalm 37 und 73)

Aber wenn man dann merkt, wie Gott tatäschlich Gebet konkret und fassbar erhört, treten Vertrauen und Erfurcht ins Leben. Leider aber auch nicht bleibend ^^ – zumindest nicht bei mir.

Ich stelle fest, dass ich immer wieder den “ersten Schritt” machen muss.

Aber was soll’s lieber von Jesus als von so viele verschiedenen Faktoren abhängig sein (Wirtschaft, Arbeitslage, Politik etc..)

(Und ja, ich kenne auch andere Leute, die nicht in Gemeinschaft aber so nah an Gott leben)

Über den Author:

Br. Manfred ist 26 Jahre alt und - wie der Name sagt - Bruder einer Kommunität. Genauer, der Kommunität Adelshofen. Nach seinem Studium am TSA, studiert er an der Uni Heidelberg gerade Theologie weiter.

Gemeinsames Leben: Kennenlernen vs. Loslassen

Auf die Frage, warum man eine theologische Ausbildung oder Zivildienst bzw. FSJ im Lebenszentrum machen sollte, ist eine Antwort – das gemeinsame Leben.

Das schöne daran ist, dass man in wenigen Jahren, sehr viele Menschen kennenlernt. Darunter sind einige, mit denen man sich richtig gut versteht.

… nur gehen die (meisten) dann auch wieder. Das ist nicht immer leicht. Jetzt sind vor kurzem erst wieder die aktuellen Absolventen ins Berufsleben (zurück-) gestartet. Die Homies vom Zivi und FSJ sehe ich im September auch erst mal nicht wieder.

Das ist echt nicht immer easy. Gerade, wenn man doch mit manchen über die Monate eine gute Beziehung hatte. Zum Glück bleiben manche Kontakte länger frisch (wie z.B. mit einem ehemaligen Zivi aus der Heimat^^) aber eben nicht alle. In einer der letzten Ausgaben von Psychologie heute stand, dass manche sagen, dass ein Mensch in seinem Leben 11 Beziehungen gut pflegen kann und das im Durchschnitt auch tut.

Aber wann man pro Jahr allein in Adelshofen zwischen 20 und 40 neuen Leuten kennen lernt… ist man da schnell drüber. Tja… und loslassen ist nicht immer leicht.

Naja, zum Aufheitern hilft da vielleicht ein Video aus dem Jahre des Herrn 2006 xD

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Nein, mit Gottes Hilfe – oder waum ich nicht heirate

MosaikIch gehöre ja zu den Leuten, die nach den Drei Evangelischen Räten (wiki) leben. Wobei evangelisch nicht evangelisch heißt – die Katholiken haben’s schließlich erfunden, lange bevor es Evangelische gab – und wir (link) statt Keuschheit Ehelosigkeit (Vgl. Zölibat auch wenn’s das nur z.T. ist) sagen. Was die Sache eindeutiger macht.

Was soll das? Denken wir, wir wäre jetzt bessere Menschen oder heiligere Christen? Nope, nein, nada, njet, öhm nee.

Einmal sagt Jesus, dass es Leute gibt und geben wird, die, um die Sache von Gott voran zu bringen, auf Ehe verzichten (Mt. 19,12). Wobei er auch schon gleich sagt, dass das eigentlich nur die wirklich kapieren können, die so leben. Und dann spricht Paulus davon, dass das auch eine Gabe Gottes ist (1. Kor 7,7). Daher muss das nicht jeder tun/können/wollen/verstehen.

Man findet übrigens auch keinen Hinweis darauf, dass das ein “besserer” Stand wäre. Es ist eben eine Lebensform – nicht die einzige oder “heiligere”.

Warum schreibe ich das jetzt?

Vor ner Weile habe ich einem Freund gesprochen, der Angst hatte, Single bleiben zu müssen. Auf diesen Trichter hatte ihn erst ein anderer, älterer – natürlich verheirateter – Christ gebraucht. Also musste ich erst mal Feuerwehr machen und beruhigen ^^

Der Trick ist, wenn Dich Gott zu was berufen hat, hat er Dir auch die Gabe gegeben. Aber das wiederum muss man nicht unbedingt “fühlen”. Ich habe echt 2 Jahre lang rumgemacht, weil ich es eben nicht gefühlt habe. Die Gabe der Ehelosgikeit bedeutet NICHT, dass man ein gefühloses asexuelles Wesen ist; ABER es bedeutet, dass man trotzdem so leben kann UND so auch GUT leben kann.

Denn das fiel mir die Tage auf: Ich liebe diese Lebensform. Während ich diese Zeilen schreibe, kann ich es einfach tun. Ich kann gut Zeit allein verbringen und brauche es auch. Das gefällt mir – da geht es mir gut. Ich bin frei =)

Und dann fiel mir noch etwas die Tage auf. Ich lebe ja in einer gemischten Kommunität. Ich kann meinen Schwestern immer ganz zugewandt auftreten, kann sie anlächeln und einfach nett sein – und jeder weiß, das ist alles ok, das sind keine Annäherungsversuche oder so. Ich kann mich einfach frei bewegen und muss mir keine Platte machen, dass das jetzt eine falsch versteht.

Ach so und ich kann mehr Zeit in andere Sachen investieren, weil ich mich nicht um eine Familie kümmern muss.

So far, Br. Manfred.

(Bild von http://www.sxc.hu/photo/122943)

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