Abtreibung (Ethik)

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Nicht nur in christlichen Kreisen wird das Thema Abtreibung immer wieder debattiert. Jüngstes Beispiel ist das Christival 2008 in Bremen. Das Seminar mit dem Titel „Sex ist Gottes Idee – Abtreibung auch?“ sorgte für viel Diskussionsstoff. Allen voran kritisierte Annegrete Siebe, Geschäftsführerin der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „Pro Familia“ dieses Seminar und pocht auf das Selbstbestimmungsrecht der Frau. Fast zeitgleich warnte Papst Benedikt XVI auf seiner USA-Reise vor der zunehmenden Säkularisierung, die selbst Katholiken dazu brächte, Abtreibungen zu akzeptieren. In seiner Rede vor US-amerikanischen Bischöfen am 16.April warnte er davor, eine Haltung zu vertreten, die das Lebensrecht eines Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod in Frage stellt.[1] Wir sehen also, dass nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass weltweit jährlich über 40 Millionen Abtreibungen durchgeführt werden, eine Auseinandersetzung mit diesem Thema absolut notwendig ist.[2] Eine grundsätzliche Frage, die sich dabei stellt ist, wann überhaupt beginnt das Leben? Ab wann ist der Fötus ein lebendiges Wesen? Ist er das von Anfang an, oder erst zu einem späteren Zeitpunkt? Ist der Embryo zu Beginn nur ein Zellklumpen oder bereist ein heranwachsender Mensch? Dies sind zentrale Fragen, will man sich mit dem Thema Abtreibung auseinandersetzen. Die Komplexität und Aktualität der Diskussionen rund um das Thema Abtreibung werfen zusätzliche Fragen auf: Ist es ethisch vertretbar, wenn bis zu einem gewissen Zeitraum noch abgetrieben wird (Fristenregelung) oder handelt sich dabei generell um das Töten menschlichen Lebens? Ist es ´ethisch vertretbar´ abzutreiben wenn sich herausstellt, dass das Kind mit einer Behinderung zur Welt kommen wird? Gibt es überhaupt einen Fall, indem Abtreibung befürwortet bzw. gerechtfertigt werden kann (Stichwort: Vergewaltigung)? Was sagt uns die Bibel zum Thema Abtreibung? Macht sie überhaupt Aussagen darüber? All diesen Fragen, möchte ich in dieser Seminararbeit nachgehen, wenn auch mit unterschiedlichem Schwerpunkt.

Begrifflichkeit

Bezüglich der Bezeichnung des vorgeburtlichen Lebens sind immer wieder Unterschiede zu verzeichnen. Eine begriffliche Trennung in Embryo, Fetus und Kind ist nicht immer ganz eindeutig, bezieht sich jedoch auf die unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Ungeborenen (ist der von mir gewählte Überbegriff für diese Seminararbeit). Als Synonyme für das Wort ´Abtreibung´ finden sich folgende Begriffe: Schwangerschaftsabbruch, Schwangerschaftsunterbrechung.

Abgrenzung

In dieser Seminararbeit soll keine ausführliche biologische Abhandlung über das Entstehen und Heranwachsen menschlichen Lebens (Embryo) gegeben werden. Außerdem soll nur ein kleiner Blick in die Biologie geworfen werden. Auf genauere biologische Ausführungen über das Entstehen menschlichen Lebens möchte ich verzichten. Ob bereits durch das Verhindern einer Einnistung des Embryos in die Gebärmutter abgetrieben wird (Nidationshemmung-Frühabtreibung) oder nicht, soll in dieser Seminararbeit nicht diskutiert werden. Auch auf die Embryonal- und Stammzellenforschung möchte ich nicht weiter eingehen, wenngleich diese zu der Beantwortung der Frage beiträgt: Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?[3] Im folgenden Abschnitt möchte ich einen kleinen geschichtlichen Überblick zum Thema geben der uns zeigt, dass die Praxis der Abtreibung bereits sehr früh existierte.

Kurzer Einblick in die Geschichte

In der heidnisch griechischen und römischen Umwelt wurde die Abtreibung ebenso akzeptiert und praktiziert, wie das Aussetzen von Kindern. Als sich das Christentum in dieser Umwelt ausbreitete, kam es zu einem ausdrücklichen Verbot der Tötung und Aussetzung von Neugeborenen.[4] So mahnt der Verfasser des Barnabas-Briefes (ca. 130 n.Chr.), einem Schriftzeugnis des frühen Christentums: „Liebe deinen Nächsten mehr als deine Seele. Töte ein Kind nicht durch Abtreibung, töte nicht das Neugeborene“[5]. Das Konstantinopeler Konzil um 692 n.Chr. bewertete die Abtreibung gleich wie die Kindestötung und forderte gleiche Bestrafung. Dieses Gleichstellen einer Abtreibung mit der Tötung eines Kindes zeigt, dass man grundsätzlich zwischen geborenem und ungeborenem Leben keinen Unterschied machte.[6] Aristoteles war überzeugt von der Sukzessivbeseelung. Die Sukzessivbeseelung besagt, dass bei einem männlichen Ungeborenem am 40.Tag der Schwangerschaft und bei der weiblichen Ungeborenen am 80.Tag der Schwangerschaft die Geistesseele hinzugefügt wird. Erst dann ist das Ungeborene ein wirklicher Mensch. In der vorchristlich, hellenistischen Kultur wurde Abtreibung den Ärzten strengstens untersagt.

Jüngere Geschichte: Die seit den 60er Jahren einsetzende Bewegung der Liberalisierung des Abtreibungsrechts (§218), ist seither von großen Debatten und scharfen Protesten begleitet gewesen. Besonders viele Gegner von Abtreibung finden sich unter den Muslimen und Christen. Dabei ragen die römisch-katholische und die orthodoxe Kirche ebenso wie viele evangelikale Christen heraus.[7] Die Rechtslage, mit der wir uns im Folgenden etwas näher beschäftigen wollen, ist ein Hinweis auf die derzeitige gesellschaftliche Stellungnahme bezüglich des Themas Abtreibung.

Abtreibung heute - Rechtslage

Im GG Art. 2 der Bundesrepublik Deutschland steht: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Das gilt ausdrücklich auch für die ungeborenen Menschen.“[8]

In den Leitsätzen des Bundesverfassungsgerichts vom 28.05.1993 steht, dass bereits dem ungeborenen, menschlichen Leben Menschenwürde zukommt. Zudem gebührt dem ungeborenen Leben rechtlicher Schutz gegenüber der Mutter. Der Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland im §218 des Strafgesetzbuches geregelt. Das Beenden einer Schwangerschaft wird durch den §218 grundsätzlich verboten. Bei Zuwiderhandlung ist mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe zu rechnen. Straffrei bleibt eine Abtreibung jedoch dann, wenn seit der Empfängnis (Befruchtung der Eizelle) nicht mehr als 12 Wochen vergangen sind und die Schwangere sich mind. drei Tage vor dem Eingriff einer Schwangerschaftskonfliktberatung unterzogen hat (Fristenregelung). Ein Schwangerschaftsabbruch ist auch dann nicht rechtswidrig, wenn bei einer Austragung das Leben der Mutter in Gefahr steht oder eine schwerwiegende körperliche bzw. seelische Beeinträchtigung für die Mutter zu befürchten ist.[9] An dieser Stelle regelt das Gesetz nicht, wer für die Beurteilung eines solchen Falles zuständig ist bzw. wann dieser eintritt. Ein Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche ist außerdem rechtskonform, wenn eine rechtswidrige Tat (Vergewaltigung) an der Schwangeren begangen worden ist.[10] Bei einer Abtreibung nach Beratung zwischen der 12. und 22. Woche handelt der Arzt bereits strafbar. Die Mutter jedoch bleibt in diesem Fall straffrei. Sollte ein Kind die Abtreibung überleben, was ja immer wieder vorkommt (siehe Oldenburger Baby[11]), muss diesem Erste Hilfe geleistet werden. Die Verfolgung von Rechtsverstößen entsprechend §218[12] ist je nach Region sehr unterschiedlich.[13]

Abtreibungsmethoden

Im nun folgenden Teil dieser Ausarbeitung möchte ich einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Abtreibungsmethoden geben. Wenn auch die einzelnen Methoden nur kurz beschrieben werden,[14] geben sie uns einen Einblick, was überhaupt bei einem Abtreibungseingriff vorgeht. Diesen Einblick gilt es bei einer ethischen Diskussion zum Thema zu berücksichtigen (Stichwort: Menschenwürde). Im Allgemeinen spricht man von der Normalabtreibung (bis zum 3. Monat) und der Spätabtreibung (ab dem 3. Monat).

Normalabtreibungen

Absaug-Methode

Dies ist die zurzeit gängigste Abtreibungsmethode in Deutschland.[15] Bei dieser Methode, die zwischen der sechsten und zwölften Woche angewandt wird, führt der Arzt einen Plastikschlauch in die Gebärmutter ein. Nun wird ein Sog erzeugt, durch den das Ungeborene und die Plazenta (Mutterkuchen) in Stücke gerissen wird. Fruchtwasser, Plazenta und das ungeborene Kind werden durch den Schlauch in ein Glasgefäß abgesaugt. Anschließend werden, falls nötig, die zurückgebliebenen Körperteile wie Arme, Beine, Gesicht und Hände, wenn sie zu diesem Zeitpunkt schon vorhanden waren, mittels einer Curette ausgeschabt.

Curettage (Ausschabung)

Der fest verschlossene Muttermund wird mit Hilfe von Instrumenten erweitert.[16] Der Arzt dringt nun mittels verschiedener Instrumente in die Gebärmutter ein. Durch die Scheide wird ein scharfes gebogenes Messer in die Gebärmutter eingeführt, mit dem der Körper des Ungeborenen in Stücke zerschnitten wird. Die Curette, ein stumpfes Schabeisen, sorgt dafür, dass keine Kindsteile in der Gebärmutter zurückbleiben. Die Gebärmutter wird ausgeschabt. Ein komplettes ausschaben der Gebärmutter ist von großer Bedeutung, da andernfalls Infektionen und Blutungen bei der Mutter auftreten können. Das Operationspersonal hat daher im Anschluss an die Operation die Aufgabe, den zerschnittenen Embryo wie ein Puzzle wieder zusammenzusetzen um sicher zu gehen, dass auch wirklich alle Teile entfernt wurden. Diese Methode wird zwischen der siebten und zwölften Woche angewandt.

Spätabtreibungen

Prostaglandin-Hormon-Methode

Durch das Prostaglandin-Hormon wird eine künstliche Fehlgeburt eingeleitet.[17] Diese Abtreibungsmethode kann zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft durchgeführt werden (vorausgesetzt die Bedingungen für eine Spätabtreibung sind gegeben). Diese Methode der Spätabtreibung darf nur dann zum Einsatz kommen wenn das gesundheitliche Wohlergehen der Mutter bei einem Fortlauf der Schwangerschaft in Gefahr stünde.

Mifegyne

Dabei handelt sich um eine Abtreibungspille. Die meisten aller Spätabtreibungen werden durch diese Pille durchgeführt. Ebenso wie bei dem Prostaglandin-Hormon wird eine künstliche Fehlgeburt eingeleitet.

Zerschneiden des Embryo (partial-birth-abortion)

Zumeist wird bei Spätabtreibungen eine normale Entbindung angestrebt.[18] Durch spezielle Mittel, welche die Wehen der Mutter auslösen, wird die Geburt eingeleitet. Dabei dreht der Arzt das Kind so, dass es mit den Füssen zuerst auf die Welt kommt. Der Arzt zieht das Kind an einem Fuß heraus. Sobald der Kopf des Kindes erscheint, wird dessen Hirn punktiert und ausgesaugt.

Die Abtreibung ist häufig nur noch ein Routineeingriff, dem sich Frauen ohne größere Überlegungen unterziehen. Häufig außer Acht gelassen werden dabei die langfristigen Folgen, die eine Abtreibung nach sich ziehen kann.[19]

Mögliche Folgen einer Abtreibung

Die Folgen einer Abtreibung können mitunter sehr zahlreich und ganz unterschiedlicher Natur sein. Das Institute of Medicine (USA) macht auf mögliche gesundheitlichen Folgen aufmerksam. So können medizinische Komplikationen bei einer Abtreibung auftreten. Dies kann nicht nur unmittelbar nach der Abtreibung der Fall sein, sondern auch noch einige Zeit später. Man spricht in diesem Zusammenhang von den Spätfolgen einer Abtreibung.[20] Im Vergleich zu Frauen, welche ihr erstes Kind austragen, sei die Gefahr von Komplikationen bei Frauen die bereits eine Abtreibung hinter sich haben, erheblich höher.[21]

Auch die Psyche einer Frau die abgetrieben hat, kann erheblichen Schaden erleiden (psychische Folgen). Depressionen und Schuldvorwürfe, Selbsthass bis hin zu Selbstmordgedanken können auftreten. Außerdem kommt es häufig zu Angstgefühlen, Alpträumen und Schlaflosigkeit. Störungen in den zwischenmenschlichen Beziehungen(besonders auch in der Ehe) werden immer häufiger genannt. Der Frau kann das abgetriebene Kind in gleichaltrigen anderen Kindern „erscheinen“.[22]

Bei dem „Post Abortion Syndrom“ (PAS) handelt es sich um ein Krankheitsbild nach einer Abtreibung. Die Frage nach der Existenz dieses Syndroms wird stark diskutiert. Dennoch ist dieses Trauma nach der Abtreibung wissenschaftlich weltweit untersucht und zudem auch der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Betroffene dieses Syndroms können neben abtreibenden Müttern auch Väter abgetriebener Kinder oder beteiligte Ärzte und Pflegepersonal sein. Unter diesem Syndrom versteht man eine Reihe unterschiedlicher Erscheinungen die Krankheitswerte aufweisen (seelische Folgen). Das PAS tritt besonders häufig dann auf, wenn das Erlebte (hinsichtlich einer Abtreibung) verdrängt wird.[23]

Nicht zu vergessen sind die sozialen Folgen für den einzelnen und für unsere Gesellschaft, welche aus einem Schwangerschaftsabbruch resultieren. Besonders hinzuweißen gilt es in diesem Zusammenhang auf die demographische Entwicklung unseres Landes und den Generationenvertrag, der schon lange in Gefahr steht. Eine zunehmende Veralterung der Gesellschaft stellt eine nicht unerhebliche Gefährdung des Sozialsystems dar.

Ab wann beginnt das menschliche Leben?

Überblick über die Diskussionslage

Die meisten Abtreibungsgegner sind der Überzeugung, dass menschliches Leben ab der Befruchtung besteht. Ab diesem Zeitpunkt besitzt der Mensch 46 Chromosomen. Ebenso werden zu diesem Zeitpunkt Geschlecht, Aussehen, wie z.B. Haarfarbe, Augenfarbe und Körpergröße aber auch Begabungen, Charakter, ja selbst die wahrscheinliche Lebensdauer des Menschen festgelegt. Es handelt sich also ab der Befruchtung bereits um einen einmaligen und einzigartigen Menschen.[24]

Dieser Aussage entgegnet Dr. theol. Alberto Bondolfi „Ein Fötus ist keine Sache, kein Gewebe, aber auch nicht gleichzusetzen mit einer geborenen Person."[25]

Abtreibungsbefürworter wie Bondolfi warnen davor, das Ungeborene in seiner frühen Entwicklungsphase bereits mit einem geborenen Menschen gleichzusetzen. Hans Saner meint dazu: „Der Embryo ist nicht, was er erst wird. So wie eine Raupe noch kein Schmetterling ist.“[26] Peter Schaber spricht von einer Entwicklung des moralischen Statuses des Embryos. Die Menschenwürde des Ungeborenen hänge von dessen Entwicklungsstadium ab. Schaber sagt dazu: „Je mehr sich der Embryo dem Zeitpunkt der Geburt nähert, desto moralisch gewichtiger scheint mir das Wesen.“[27]

Fazit: Es zeigt sich, dass die Frage nach dem Beginn des menschlichen Lebens sehr unterschiedlich beantwortet wird. Wir wollen daher einen Blick in die Biologie und Genetik werfen und anschließend in der Bibel nach einer Antwort auf obige Fragestellung suchen.

Was sagen Biologie, und Genetik?

Günter Rohrmoser schreibt in seinem Kommentar zur Abtreibungsdebatte „Die Grenzen der Demokratie im Recht“, dass die biologische Wissenschaft davon ausgehe, dass es sich bereits bei dem Embryo um einen Menschen handle, wenn auch er ein Mensch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium sei. Diese Ansicht habe sich in der Biologie während des letzten Jahrhunderts durchgesetzt und könne zunehmend auch wissenschaftlich begründet und belegt werden.[28] Ebenso bezeuge die moderne Genetik, dass der Ungeborene von Beginn an „ein in seinen Anlagen vollständiges, unverwechselbares, unwiederholbares und in seiner Einzigartigkeit unersetzbares Individuum darstellt.“[29]

Was sagt die Bibel zur Abtreibung und zum Beginn menschlichen Lebens?

Abtreibungsgegner und ihre biblische Argumentation

Eingangs gilt es hier zu bemerken, dass die Bibel keine expliziten Aussagen über dieses Thema enthält. Falsch wäre jedoch der Schluss, dass Gott uns nichts zu diesem Thema zu sagen hat. Nebenbei bemerkt, spricht die Bibel ethische Themen wie Euthanasie und Suizid ebenfalls nicht direkt an. Dennoch lässt sich über die besagten Themen das übergeordnete 5. Gebot Gottes stellen: „Du sollst nicht töten“. Der Mensch soll also nicht von sich aus, eigenmächtig menschliches Leben beenden. So bleibt nun offen, ab welchem Zeitpunkt, überhaupt von einem Tötungsakt zu sprechen ist. Denn man kann nur da töten wo Leben bereits vorhanden ist. Dies führt uns wieder zu der Frage, ab wann menschliches Leben beginnt. Die Bibel spricht immer wieder davon, dass das Leben bereits vor der Geburt anfängt. Hierzu einige Passagen aus der Bibel: „Und wie geschieht mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe.“ Lk. 1,43f

Die Gegenwartsform in Vers 43 weißt darauf hin, dass Maria bereits die Mutter des Herrn (Jesus) ist. Elisabeths Kind zeigt bereits Emotionen.

„Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.“ Jeremia 1,5

Ebenso wie Epheser 1,4 zeigt uns dieser Vers, dass Gottes Gedanken bereits vor Grundlegung der Welt bei uns waren. Im zweiten Teil dieses Verses sehen wir, dass Gottes Pläne mit einem Menschen bereits vor der Geburt beginnen. Folglich wird durch eine Abtreibung dieser Plan Gottes mit dem Menschen durchkreuzt. Einen ähnlichen Vers finden wir in Jesaja 49,1. Dort ist die Rede davon, dass der Mensch bereits vor seiner Geburt einen Namen besitzt. Ist der Mensch von Beginn an ein Gedanke Gottes, ist folglich auch das noch nicht geborene menschliche Leben von Gott erdacht und erwünscht. Weitere Bibelstellen ließen sich aufzählen, die von einem vorgeburtlichen Leben sprechen (z.B. Psalm 2,7; 22,10f; 71,6-9; 139,13-16; Gal. 1,15).

Abtreibungsbefürworter und ihre biblische Argumentation

Im Bezug auf das fünfte Gebot berufen sich Abtreibungsbefürworter darauf, dass dieses Gebot nie absolut galt.[30] Immer wieder hatte Gott das Töten im AT sogar befohlen. So z.B. befiehlt Gott die Tötung der Frauen, Kinder und Säuglinge der Feinde des Volkes Israel in 1. Sam. 15,3. Des weiteren sei in der Bibel kein Hinweis dafür gegeben, dass das vorgeburtliche Leben einem bereits geborenen Menschen gleichzusetzen ist. Die biblische Voraussetzung für die Existenz als Mensch sei die Atmung bzw. das Vorhandensein von Seele und Geist. Man beruft sich dabei auf Gen. 2,7. Dort steht: „Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.“ (nach Luther 1984)

Weitere Bibelstellen, die in diesem Zusammenhang aufgeführt werden: Hesekiel 37,10 („…Da kam der Odem in sie und sie wurden wieder lebendig …“); Joh. 6,63 („Der Geist ist's, der lebendig macht;…“); 1. Kor. 15,46 („Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche.“) → Das „Korn“ wie es im ersten Korintherbrief heißt (1.Kor. 15,37.44), sei noch kein geistbegabter und beseelter Mensch. In Ex. 21,22ff wird von einem Streit zwischen Männern berichtet. Dabei wird eine schwangere Frau gestoßen, die daraufhin ihre Leibesfrucht verliert. In diesem Zusammenhang befiehlt Gott, dass der verantwortliche Mann seine Schuld mit Geld begleichen soll, insofern die Frau sonst keinen weiteren Schaden davon getragen hat.

(„Wenn Männer miteinander streiten und stoßen dabei eine schwangere Frau, sodass ihr die Frucht abgeht, ihr aber sonst kein Schaden widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wie viel ihr Ehemann ihm auferlegt, und er soll's geben durch die Hand der Richter. Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, …“) → Dem Ehemann wird der Verlust des Fötus als materieller Schaden vergütet. Der Tod der schwangeren Frau jedoch, würde mit der Todesstrafe geahndet werde.

Diskussion und Fazit: Die angegebenen Bibelstellen der Abtreibungsgegner (siehe Punkt 8.3.1) weisen daraufhin, dass es sich bei einem Menschen bereits vor seiner Geburt um eine individuelle Persönlichkeit handelt und nicht etwa um einen Klumpen, der sich erst zu einem solchen entwickelt. Im Lukasevangelium finden wir in der griechischen Ursprache das Wort „brephos“ (= Kind). Dieses Wort wird gleichzeitig in Lk. 1,41-44 und Lk. 18,15 verwendet. Während sich „brephos“ in Lk. 1,41-44 auf das ungeborene Kind Elisabeths bezieht, wird es in Lk. 18,15 als Bezeichnung für geborenen Kinder verwendet.[31] Ferner weist die biblische Anthropologie daraufhin, dass der Mensch in seiner Ganzheit, von seiner Empfängnis an, ein von Gott geschaffenes Wesen ist. Ebenso weisen die Ergebnisse der pränatalen Entwicklung aus der Entwicklungspsychologie darauf hin, dass bereits vor der Geburt vollwertiges menschliches Leben existiert. Hingegen vermag die biblische Argumentation der Abtreibungsbefürworter kaum zu überzeugen. Zu klar scheint die heutige Stellung Gottes zum Thema Töten. Wenngleich Gott immer wieder seinem Volk befahl, zum Teil ganze Volksgruppen zu vernichten, so gilt es dennoch auf den neuen Bund Gottes mit den Menschen hinzuweisen und dessen höchstes Gebot in Lk. 10,27 (Gebot der Liebe). Im Bezug auf Gen. 2,7 sei bemerkt, dass Adam aus Erde geformt wurde und nicht etwa im Bauch einer schwangeren Frau heranwuchs. Es scheint daher problematisch, diese Parallele zu ziehen (siehe Punkt 8.3.2). An dieser Stelle ist es interessant zu sehen, was Islam und Judentum zum Thema Abtreibung und dem Beginn menschlichen Lebens sagen.

Exkurs: Andere Religionen zum Thema Abtreibung

Islam

Im Islam gibt es zum Thema Abtreibung verschiedene Ansichten.[32] Grundsätzlich wird das Töten ungeborenen Lebens nicht akzeptiert. Ab dem 120. Tag der Schwangerschaft empfängt das Ungeborene seine Seele. Diese wird ihm durch einen Engel eingehaucht. Anderen

Interpretationen zu Folge, findet die Beseelung des Ungeborenen bereits nach 40 Tagen statt. Treten seelische und/oder körperliche Leiden bei der Mutter auf, so ist eine Abtreibung ebenso erlaubt, wie wenn eine Behinderung des Embryos festgestellt wird.

Einige muslimische Gelehrte sehen es als schwere Sünde an, wenn man die Leibesfrucht der Frau entfernt. So sei die Leibesfrucht ein Teil des weiblichen Körpers, den Allah selbst ihr anvertraut hat. Diese Frucht ist somit unantastbar. Ab dem 120. Tag der Schwangerschaft ist eine Abtreibung verboten, es sei denn eine Geburt gefährdet das Leben der Mutter.

Judentum

Im Judentum ist die Abtreibung i.d.R. erlaubt. So wird in den alten jüdischen Schriften gelehrt, dass das menschliche Leben erst am 41 Tag der Schwangerschaft beginnt oder sogar erst mit der Geburt.[33] Tatsache ist, dass das Judentum sich, ganz anders als das Christentum, aus der Abtreibungsdebatte weitgehend fernhält. Jedoch wird auch dort betont, dass das Leben der Mutter höher zu achten ist als das des Ungeborenen.

Ethische Ansätze

Im nun folgenden Teil dieser Ausarbeitung möchte ich einige ethische Ansätze zum Thema Abtreibung erläutern.

Der hedonistische Ansatz

Die Frage des hedonistischen Ansatzes ist in der Abtreibungsproblematik nur sehr schwer zu beantworten. Beleuchtet man diesen Ansatz aus der Sicht der Mutter, so zeigt sich gerade aufgrund sehr unterschiedlicher Erlebnisberichte (von Müttern die abgetrieben haben), dass eine Abtreibung positive wie auch negative Folgen haben kann. Wenn auch die negativen Folgen offensichtlicher zu sein scheinen, gibt es dennoch den Standpunkt, dass eine Abtreibung dem Wohl der Mutter dienen kann.[34] Ausführlicheres lässt sich dennoch zum utilitaristischen Ansatz sagen.

Der utilitaristische Ansatz

Dieser Ansatz wird in der Abtreibungsdebatte heiß diskutiert. Während Abtreibungsgegner ganz klar herausstellen, dass bei einem Schwangerschaftsabbruch das Leben eines Menschen getötet wird, ist man im Lager der Abtreibungsbefürworter, wie bereits besprochen, anderer Meinung. Fragt man nach dem Gemeinwohl aller unmittelbar beteiligten Personen[35], so spricht eine Abtreibung zunächst einmal sehr klar gegen das Wohl des Ungeborenen. Schließlich wird dessen Leben vorzeitig beendet, so Abtreibungsgegner.

Einige Abtreibungsbefürworter sind jedoch der Ansicht, dass eine Abtreibung auch dem Wohl aller beteiligten Personen, folglich auch dem des Ungeborenen, dienen kann. So kann das gesellschaftliche bzw. soziale Umfeld der Mutter des Ungeborenen derart „schlecht“ sein, dass ein Leben in diesem Umfeld nicht als erstrebenswert angesehen wird. Auch für ein ungeborenes Kind, bei welchem eine schwere Behinderung festgestellt wurde, könne es besser sein, gar nicht erst auf die Welt zu kommen. Leid und langwierige Schmerzen könnten so verhindert werden, so Abtreibungsbefürworter.

An dieser Stelle empfiehlt es sich, einen Blick in die Situationsethik zu werfen.

„Situationsethik“

Die situationsethische Frage zum Thema Abtreibung lautet[36]: Ist es ethisch vertretbar abzutreiben, wenn eine medizinisch-soziale[37] bzw. eine kriminologische Indikation (Vergewaltigung) vorliegt?

Zum Verständnis: Dieser Abschnitt stellt z.T. eine Ergänzung zu Punkt 5 (Abtreibung heute – Rechtslage) dar. Ich habe mich entschlossen die Indikationsfaktoren an dieser Stelle zu besprechen, da sie situationsethische Relevanz besitzen.

medizinisch-soziale Indikation

Wie wir bereits bei Punkt 5 festgestellt haben, stellt das Strafgesetzbuch einen Schwangerschaftsabbruch straffrei wenn eine sogenannte medizinische Indikation bei der Mutter vorliegt. Eine solche Indikation liegt vor, wenn das Leben des Ungeborenen gegen das Leben der Mutter steht. D.h. wenn bei einer Geburt das Leben der Mutter auf dem Spiel stünde. In einem solchen Fall zieht die Situationsethik im Rahmen einer naturrechtlichen Güterabwägung das Leben der Mutter vor. An dieser Stelle ein Auszug aus dem StGB § 218a: (2) Der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommene Schwangerschaftsabbruch ist nicht rechtswidrig, wenn der Abbruch der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann.

Anhand dieses Absatzes des StGB`s wird deutlich, dass ein Schwangerschaftsabbruch nicht nur dann straffrei bleibt, wenn eine medizinische Indikation, sondern auch dann wenn eine soziale Indikation bei der Frau vorliegt. Eine „schwerwiegende Beeinträchtigung des … seelischen Gesundheitszustandes“ meint eine solche Indikation. Dies hat zur Folge, dass eine Spätabtreibung auch dann durchgeführt werden darf, wenn sich eine schwangere Frau nicht in der Lage dazu fühlt, ein Kind zu haben. Gründe, welche für oder gegen eine Abtreibung aufgrund einer sozialen Indikation sprechen, werden von ärztlicher bzw. psychologischer Seite analysiert und anschließend bewertet. Ein einheitliches Schema gibt es dabei nicht. Das Problem dabei liegt darin, dass eine medizinische bzw. soziale Indikation nicht immer mit absoluter Wahrscheinlichkeit attestiert werden kann. So kann es sein, dass eine befürchtete medizinische Indikation letztendlich nicht eintrifft. Ebenso werden soziale Indikationsfaktoren häufig überwertet bzw. nicht richtig eingeschätzt.

Eine soziale Indikation liegt auch dann vor, wenn eine Behinderung beim Ungeborenen festgestellt wurde. In einem solchen Fall steht es der Mutter frei, bis kurz vor der Entbindung abzutreiben.[38] In diesem Zusammenhang wird oft von der „Tötung aus Barmherzigkeit“[39] gesprochen. Das Leben des heranwachsenden Kindes wird als „unwertes“ Leben eingeschätzt. Diese Sichtweise ist aus ethischer Sicht zu verwerfen. Das Grundgesetz spricht jedem Menschen (einschließlich dem Ungeborenen) das Recht auf Leben zu. Folglich ist niemand berechtigt zu entscheiden, ob ein Leben als „lebenswert“ oder als „nicht lebenswert“ einzustufen ist. Um eine solche Wertung überhaupt vornehmen zu können, müsste man die betroffene Person, sprich das ungeborene behinderte Kind, selbst fragen. Um eine Abtreibung behinderten Lebens zu rechfertigen, sollte also nicht aus Sicht des Kindes argumentiert werden. Vielmehr müssen die Eltern prüfen und überlegen, ob das behinderte Kind für sie „zumutbar“ ist. Dies hängt natürlich vom Grad der Behinderung ab. Viele Spätabtreibung werden durchgeführt, obwohl nur eine sehr geringfügige Behinderung vorliegt. Wenngleich eine Spätabtreibung aus genannten Gründen ethisch generell zu verwerfen ist, gilt es dennoch Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen, wenn eine schwerwiegende Behinderung des Kindes vorliegt. Jedoch sollte in diesem Zusammenhang die soziale nicht der medizinischen Indikation gleichgesetzt werden.

kriminologische Indikation

Eine kriminologische Indikation liegt vor, wenn einer Schwangerschaft eine Vergewaltigung vorausgegangen ist. An dieser Stelle sei bemerkt, dass es dazu nur sehr selten kommt, da sich Frauen in diesem Fall meistens durch einen Eileiterkrampf[40] gegen die Empfängnis sperren.[41] Tritt dennoch ein solcher Fall ein wird in den meisten Fällen das Ungeborene abgetrieben. Hier gilt es nun zu fragen, ob erlittenes Unrecht die Tötung eines unschuldigen Lebewesens rechtfertigt. Betroffene Mütter haben häufig die Befürchtung, durch das Kind immer wieder an das Horrorszenario der Vergewaltigung erinnert zu werden. Eine ethische Rechtfertigung der Abtreibung in diesem Fall fällt dennoch schwer, da ein erlittenes Unrecht nicht dazu berechtigt, selbst ein Unrecht zu begehen. Die Freigabe des Neugeborenen zur Adoption scheint bei einer kriminologischen Indikation als eine naheliegende Lösung.

Persönliche Stellungnahme

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Abtreibung lösten bei mir zugleich Interesse als auch Entsetzen aus. Die gesellschaftliche Stellung zum Thema ist Sinnbild für die zunehmende Säkularisierung und Verweltlichung der Staaten, wie auch Papst Benedikt XVI treffend bemerkte.

Meiner Ansicht nach enthält der § 218 unseres Strafgesetzbuches einen gewissen Ansatz von Schizophrenie. Abtreibung wird dort generell als rechtswidrig eingestuft. Anschließend werden Punkte/Situationen aufgezählt (§ 218a), in denen eine Abtreibung jedoch straffrei bleibt. Sollte nicht normalerweise auf ein rechtswidriges Vergehen eine Strafe folgen? Unsere Gesetzgebung wirft hier mehr als ein juristisches Fragezeichen auf.

Auch unsere Gesellschaft weist deutliche Anzeichen von Schizophrenie auf. Tausende von Menschen gehen monatlich auf die Straßen Deutschlands um für Menschenrechte oder Umweltschutz zu demonstrieren. Zeitgleich werden in den deutschen Kliniken Hunderte unschuldige Menschen getötet. Ärzte kämpfen in den Säuglings-Intensivstationen Tag und Nacht um das Überleben Neugeborener und im gleichen Krankenhaus werden jährlich Hunderte Leben noch vor der Geburt beendet. Welch ein Paradoxon unserer Zeit!

Als Christen sind wir dazu aufgerufen, klar Stellung zum Thema zu beziehen. Eine Rechtfertigung der Abtreibung aus ethischer Sicht ist meines Erachtens zu keinem Zeitpunkt möglich. Auch dann nicht wenn bei dem Ungeborenen eine schwerwiegende Behinderung festgestellt wurde. In einem solchen Fall gilt es jedoch, den Eltern Verständnis entgegen zu bringen.

Die Fristenregelung ist ethisch nicht zu vertreten. Denjenigen die für eine Selbstbestimmung der Frau plädieren sei gesagt, dass sie gleichzeitig für eine Fremdbestimmung über das Kind plädieren. Das Kind ist ab dem Zeitpunkt der Befruchtung als Mensch zu sehen und als solcher zu achten.

Literaturverzeichnis

  1. Idea.de, Sonntags zum Gottesdienst – alltags zur Abtreibung?, 2008. Verfügbar über: http://www.idea.de/index.php?id=181&tx_ttnews[tt_news]=63782&cHash=5fb8883574. Datum des Zugriffs: 26.04.2008.
  2. Abtreibung-Statistik, Weltweit über 40 Millionen, 2007. Verfügbar über: http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2007/10-2007-21-abtreibungen-da.htm. Datum des Zugriffs: 04.03.2008.
  3. Vgl. hierzu die entsprechenden Seminararbeiten im Rahmen des Ethikunterrichtes.
  4. Vgl. U. Eibach, Experimentierfeld: Werdendes Leben, Göttingen 1983, 50.
  5. U. Eibach, a.a.O., 51.
  6. Ebd. 51.
  7. Abtreibung. Rechtslage, 2008. Verfügbar über: http://www.abtreibung-online.de/abtreibung_rechtslage.htm. Datum des Zugriffs: 29.03.2008.
  8. Pro-Leben, Abtreibung. Momentane Rechtslage verschiedener Staaten. Auszüge aus dem StGB, 2008. http://www.pro-leben.de/abtr/gesetzgebung.php. Datum des Zugriffs: 29.03.2008
  9. Medizinisch-soziale Indikation (siehe dazu Punkt 9.3.1).
  10. Kriminologische Indikation (siehe Punkt 9.3.2).
  11. Nach einer eingeleitenden Fehlgeburt überlebte der kleine Tim. Die Ärzte wurden daraufhin von den Eltern des Kindes verklagt.
  12. Seit der Reform von §218 (im Jahr 1995), sind Abtreibungen insbesondere von behinderten Kindern bis zur Geburt erlaubt.
  13. Abtreibung. Rechtslage, 2008. Verfügbar über: http://www.abtreibung-online.de/abtreibung_rechtslage.htm. Datum des Zugriffs: 29.03.2008.
  14. Einige der beschriebenen Methoden werden heute nur noch äußerst selten angewandt.
  15. Pro-Leben, Abtreibung. Die gängigsten Abtreibungsmethoden, 2008. Verfügbar über: http://www.pro-leben.de/abtr/abtreibung_methode.php. Datum des Zugriffs: 26.03.2008.
  16. Ebd., Datum des Zugriffs: 26.03.2008.
  17. Abtreibung. Methoden des Schwangerschaftsabbruches, 2008. Verfügbar über: http://www.abtreibung-online.de/abtreibung_methoden.htm. Datum des Zugriffs: 26.03.2008.
  18. Pro-Leben, Abtreibung. Die gängigsten Abtreibungsmethoden, 2008. Verfügbar über: http://www.pro-leben.de/abtr/abtreibung_methode.php. Datum des Zugriffs: 26.03.2008
  19. Die gesetzlich vorgeschriebene Schwangerschaftskonfliktberatung ist häufig sehr knapp und wird zum Teil nicht wirklich ernst genommen.
  20. J. McDowell, Handbuch Jugendseelsorge, Bielefeld 22004, 376.
  21. Besonders auch im Bezug auf eine erneuerte Schwangerschaft (Fehlgeburten, andere Komplikationen während der Schwangerschaft).
  22. Pro-Leben, Abtreibung. Lehre verschiedener Religionen, 2008. Verfügbar über: http://www.pro-leben.de/abtr/religionen.php. Datum des Zugriffs: 17.04.2008.
  23. Jugend für das Leben, Das Post-Abortion-Syndrom, 2008. Verfügbar über: http://www.youthforlife.net/pas.php. Datum des Zugriffs: 17.04.2008.
  24. Pro-Leben, Abtreibung. Übersicht-Entwicklung des Menschen im Mutterleib, 2008. Verfügbar über: http://www.pro-leben.de/abtr/entstehung.php. Datum des Zugriffs: 23.04.2008.
  25. A. Bondolfi, zitiert bei: Abtreibung. Schwangerschaftsabbruch. Ethische Fragen, 2008. Verfügbar über: http://www.svss-uspda.ch/de/ethik/ethik.htm. Datum des Zugriffs: 17.04.2008.
  26. H. Saner, zitiert bei: Abtreibung. Schwangerschaftsabbruch. Ethische Fragen, 2008. a.a.O., Datum des Zugriffs: 23.04.2008.
  27. P. Schaber, zitiert bei: Abtreibung. Schwangerschaftsabbruch. Ethische Fragen, 2008. a.a.O., Datum des Zugriffs: 23.04.2008.
  28. Vgl. G. Rohrmoser, a.a.O., 2.
  29. G. Rohrmoser, a.a.O., 3.
  30. Abtreibung. Was sagt die Bibel?. Ethische Fragen, 2001. Verfügbar über: http://www.svss-uspda.ch/de/ethik/bibel.htm. Datum des Zugriffs: 23.04.2008.
  31. R. McQuilkin, Die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens respektieren, ethos, 7/2004, 15-16. 16.
  32. Pro-Leben, Abtreibung. Lehre verschiedener Religionen, 2008. a.a.O., Datum des Zugriffs: 26.03.2008.
  33. Religio.eu, Ist Abtreibung erlaubt?. Judentum, 2008. Verfügbar über: http://www.religio.eu/thema-tod-abtreibung.html. Datum des Zugriffs: 29.03.2008.
  34. Vgl. den Abschnitt zum utilitaristischen Ansatz.
  35. Dies sind zunächst einmal die Mutter und das Ungeborene. In vielen Fällen aber auch der Vater.
  36. Bezüglich der Überschrift: Die Anführungszeichen habe ich deshalb eingefügt, da der zugehörige Abschnitt keine reine situationsethische Darstellung ist. Das Prinzip der Situationsethik ist das der Liebe.
  37. Beispiele für medizinisch-soziale Indikationsfaktoren: schwerwiegende Behinderung des Ungeborenen, gesundheitliche Gefährdung der Mutter … .
  38. Ungeachtet der bestehenden Fristenregelung.
  39. Abtreibung.de., Töten aus Barmherzigkeit?, 2008: Verfügbar über: http://www.abtreibung.de/t-barmhe.htm. Datum des Zugriffs: 17.04.2008.
  40. Auch durch eine negative Hormonwirkung und unfruchtbare Tage.
  41. Abtreibung.de, Kindestötung nach einer Vergewaltigung. Es gibt eine andere Lösung, 2008. Verfügbar über: http://www.abtreibung.de/t-vergew.htm. Datum des Zugriffs: 23.04.2008.

Bücher

  • Eibach, U.: Experimentierfeld: Werdendes Leben. Eine ethische Orientierung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1983.
  • McDowell, J. u. B. Hostetler (Hg.): Handbuch Jugendseelsorge. Ein kompetenter Führer für Jugendmitarbeiter, Gemeindeälteste, Lehrer und

Eltern. Bielefeld: Dillenburg, 22004.

  • Rohrmoser, G.: Die Grenzen der Demokratie im Recht. Zur Abtreibungsdebatte. Bietigheim: Gesellschaft für Kulturwissenschaft e.V.,

41994.

Internet

Zeitschrift

  • McQuilkin, R.: Die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens respektieren. Die Bibel zum Thema Abtreibung. ethos, 7/2004, 15-16.