Kommunität Adelshofen e.V.
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Leben und Aufgaben
Allgemeines zu unserer Kommunität
Im Bereich der Kommunitäten sind wir ein eher unregelmäßiges Verb. Wir sind weniger eine kontemplative, klösterlich zurückgezogen lebende Ordensgemeinschaft, sondern stärker nach der aktiven Seite seelsorgerlich und missionarisch ausgerichtet.
Im Haus teilen wir das Leben mit den jungen Menschen, die für einige Zeit bei uns sind (Theologisches Seminar - Jahresteam/Zivildienst und Freiwilliges Soziales Jahr).
Darüber hinaus kommen einzelne Gäste und Gruppen zu Veranstaltungen und Treffen und verschiedene Brüder und Schwestern sind immer wieder zu Diensten in Gemeinden unterwegs (siehe auch Hot News - Termine).
Unser gemeinsames Leben ist u.a. von Impulsen der frühen Herrnhuter Bewegung (s. Zinzendorf-Trilogie von E. Beyreuther), von Anstößen aus der sog. Oxford-Gruppenbewegung, von D. Bonhoeffers: Gemeinsames Leben und von Begegnungen mit verschiedenen anderen kommunitären Gemeinschaften geprägt.
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Am besten verstehen Sie unser Leben und unsere Anliegen, wenn Sie die Biographie unseres Gründers lesen (O. Riecker: Mit sechzig fing mein Leben an, 2. Auflage, Hänssler-Verlag). - Einen guten Einblick gibt auch die Dissertation von Br. Franziskus (Kommunität Gnadenthal)/= Christoph Joest: Spiritualität evangelischer Kommunitäten, Göttingen 1995.
Gegenseitige Ergänzung - als Geschwister auf dem Weg- Was uns die Kommunität bedeutet -
Die gute Mischung
Viel Zeit für gemeinsame Unternehmungen bleibt normalerweise nicht. Doch die Kaffeerunde mit brüderlichem Austausch am Sonntag, das Ausflüg'le oder der gemeinsame Spaziergang gehören einfach dazu. Die gute Mischung macht's : wir sind eine Lebensgemeinschaft, die Freuden und Nöte teilt. Da läuft nicht immer alles glatt. Da gibt es Missverständnisse und Konflikte. Aber wir suchen immer wieder den Weg zueinander, zur Aussprache, zur Versöhnung. Bei den regelmäßigen Treffen am Sonntagabend und Mittwochmorgen und -abend tauschen wir aus, was uns bewegt. Bei den Klausurtagen im Sommer und nach Weihnachten bleibt Zeit, Rückblick zu halten, auszuwerten, Perspektiven zu entwickeln und gemeinsam zu beten und zu planen.
Aber wir sind auch eine Dienstgemeinschaft, bei der sich die Gaben ergänzen. "Ich bin dankbar für einen täglich gedeckten Tisch, und dass meine Wäsche immer versorgt wird", meint Br. Hellmut. "So kann ich mich auf die vielfältigen Aufgaben als Dozent am Theologischen Seminar konzentrieren."
Wäscherei - Gottesdienst zwischen Steinfließen.
"Genau das ist mein Beitrag: die Wäsche zu waschen und zu bügeln. Damit dienen meine Mitarbeiterinnen und ich allen und wir können uns auf unsere Hauptaufgaben konzentrieren. Und für die Vorbereitung und Durchführung der regelmäßigen Missionsgebetsstunde finde ich immer Zeit." (Sr.Angelika).
So geht es auch den Geschwistern, die in der Küche, im Speisesaal, im Garten im Elektro- und Baubereich oder anderswo arbeiten: Jede und jeder an seinem Platz - da ‚funktioniert' es. Wie gut, dass ich nicht in der Buchhaltung arbeiten ‚muss'. So bin ich frei für Aufgaben, die mir liegen." (Br. Hubert)
Einfach mal gewagt...
Und doch: "Vor einigen Wochen habe ich, die ich in der Buchhaltung und Verwaltung arbeite, bei einem Mitarbeiterwochenende des CVJM Thüringen in der Verkündigung mitgearbeitet. Ich kann nur staunen, wie Gott mich gebraucht hat und gute Rückmeldungen der Teilnehmer kamen (Sr. Jutta).
Wir könnten die Reihe fortsetzen, bis alle 32 Geschwister der Kommunität zu Wort gekommen sind. Wie ein Räderwerk greift bei uns eins ins andere: sei es im Alltag oder bei großen Veranstaltungen mit manchmal über 1000 Besuchern: da muss es ‚flutschen'. Aber wir sind ein eingespieltes Team. Jede und jeder in der Kommunität kennt die Stärken und Schwächen der anderen und weiß, dass auf alle Verlass ist.
Und mit Gottes Hilfe und Segen freuen wir uns, immer noch viel für Verbreitung des Evangeliums und die Multiplikation von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern tun zu können.
Die Lebensgemeinschaft der Kommunität ist dabei der große Rückhalt, die Gruppe, wo wir uns ‚fallen' lassen können. Seit einigen Jahren treffen wir uns immer wieder auch in kleineren ‚Wohngruppen', um gegenseitig Anteil zu geben und zu nehmen. "In unserer Wohngruppe wird gelacht, geweint, diskutiert, gestritten und sich wieder vertragen. Eine Schwester unserer Gruppe ist zur Zeit in Heidelberg zur Ausbildung. Wie gut ist es auch für die, zu wissen, dass sie in der Wohngruppe eine Heimat hat." (Sr. Stefanie).
letzte Änderung am 31.05.2012
