„Darum gehet hin!“

Unter diesem Motto stand die diesjährige Aussendungsfeier vom 4. Studienjahr des Theologischen Seminars Adelshofen.
Bei Matthäi am Letzten steht dieser Satz, der jedoch nur letzte Folge der zunächst Jesus gegebenen allumfassenden Macht im Himmel und auf Erden ist. Darum gilt auch für alle menschlichen Anstrengungen, Klimawandel oder Coronakrise zu beeinflussen: „Die Welt kann nur einer retten – und das ist Jesus,“ so Pfr. Dr. Wolfgang Schnabel in seiner Predigt zum Sendungswort, denn beide Herausforderungen an die Menschheit „liegen nicht außerhalb seines Machtbereichs.“
Darum „sitzet nicht“ - und wartet bis die Menschen zu euch kommen – sondern „gehet hin,“ um wirklich nah bei den Menschen zu sein war eine Herausforderung an die Absolventen. Eine weitere: „Taufet!“ - Nicht wegtauchen. Den Mut zu haben, klar das Evangelium in die Zeit zu verkündigen und nicht nur „Kuschelbotschaften“ zu verbreiten. Die dritte: „Lehret – langweilt nicht!“ - Letztgenannter Aufforderung waren die Absolventen bereits vorauseilend gefolgt, denn für Langeweile war in der Tat bei dieser Sendungsfeier kein Sendeplatz.

Mit ansprechendem Kurzclip über ihre künftige Vision, sowie persönlichen, tiefgehenden und pointierten Erfahrungsberichten zwischen humorvoller Selbstironie nahmen sie die Teilnehmer mit in ihr Erleben in den letzten vier Studienjahren. Dabei wurde deutlich, dass  vermittelte Inhalte der Ausbildung hochgeschätztes Rüstzeug für den Dienst ist, andererseits aber vor allem das gemeinsame Leben zur Charakterprägung und zum Gotteserleben führte. In welchen Bezügen das Theologische Seminar und die Absolventen stehen, wurde v.a. durch die Vielfalt an Grußworten deutlich, so konnte man Segensworte aus dem Kirchenbezirk Kraichgau von Dekanin Christiane Glöckner-Lang und Schuldekan Gunnar Kuderer und von der engen Verbundenheit des Werkes mit der politischen Gemeinde vor Ort von Ortsvorsteher Steffen Gomer hören, sowie persönliche Grüße von prägenden Dozenten und früheren Absolventen erleben.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Segnung, bei der den Abgängern persönliche Segensworte zugesprochen und konkret für ihren künftigen Dienst gebetet wurde. Das wohlverdiente Diplom dann in den Händen zu halten bildete den Schlusspunkt des Programms.

Im Garten feierten am Nachmittag bei angenehmen Temperaturen die Absolventen in kleinen Gruppen den Abschluss ihrer Lehrjahre. Einige Zeit stand auf der Kippe, ob diese Feier dieses Jahr überhaupt stattfinden können würde – und wenn ja, wie öffentlich? Der Entscheidung, den ersten Livestream einer Großveranstaltung des Lebenszentrums zu wagen, folgten weitere Schritte auf Neuland: unsere EDV-Experten betrieben eine gewisse technische Aufrüstung, um die digitale Übermittlung reibungslos zu gewährleisten; unsere mit kreativ-künstlerischem Blick begabten Absolventen gestalteten ein neues Bühnenbild als Hintergrund, um optimale Bedingungen für ein angenehmes Betrachten am Bildschirm zu ermöglichen; ebenso entwarfen sie im Team ein neues zeitlich verkürztes Format, um das Zuschauen kurzweilig zu halten; neue Wege und Ideen brauchte es auch, um die wenigen, ausgewählten Gäste vor Ort coronabedingt angemessen durchs Haus zu lotsen und zu verköstigen.

Dank vieler verschiedener Talente in diesen Bereichen konnte das ansprechende Programm erst möglich werden. Grüße im Livechat auf Youtube zeigten uns dann, dass dieses Jahr unsere Feier sogar von Johannesburg bis Jakarta und von Graz bis Rostock miterlebt wurde. Sehr dankbar sind wir somit unserem Herrn Jesus Christus, der all das ermöglicht hat!

Wer neugierig geworden ist, der kann die Feier noch erleben. Bis 19. Juli 2020 ist unser Stream aktiv (https://www.lza.de/theologisches-seminar/), danach stellen wir Teile der Veranstaltung auf unseren Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/playlist?list=PLX1DwTz8bgpTHO9CtAPes-o0oYeKIORYt

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