Als Vorbild andere prägen

Kommunitätsfeier 2019 mit zwei besonderen Anlässen

Fast 700 Gäste strömten zur Kommunitätsfeier, „57. Geburtstag der Kommunität“, wie der Leiter des der Kommunität und Lebenszentrums, Br. Matthias Böker, die Besucher erinnerte. Sie stand unter dem Tagesthema ‚Viele-Eins‘. Die Einheit und Hilfsbereitschaft in der Kirche und Gemeinden zog sich als roter Faden durch den Tag. Und es gab auch zwei Hauptpersonen an diesem Tag: Alexander Stavnichuk, der am Vormittag als neuer Rektor des Theologischen Seminars eingeführt wurde und Br. Dieter Rothenhäusler, dessen Aufnahme in die Kommunität am Nachmittag gefeiert wurde. „Am Beispiel unseres eigenen Körpers erkennen wir die Bedeutung jedes Gliedes und Organes für eine gutes Zusammenspiel“, betonte Festprediger Wilhelm Faix am Vormittag. Er bezog sich auf das entsprechende Bildbeispiel im 1. Korintherbrief. Gemeinde funktioniere nicht, „wenn alle nur ihr Ding machen. Alle sind von Gott begabt“, ermutigte Faix die Besucher, „und wir brauchen andere zur Ergänzung, Förderung und Korrektur.“ Es brauche ein Umdenken, ein erneuertes Denken, das auch andere sieht und breit zur gegenseitigen Unterstützung sei.

Während des Gottesdienstes war auch die Einführung von Alexander Stavnichuk, einem ehemaligen Seemann und späteren Universitätsdozent aus der Ukraine, der mit seiner Familie schon lange in Süddeutschland lebt. „Ich sehe meine Aufgabe darin, den geistlichen Auftrag, den die Kommunität von vorneherein erkannte, den Studierenden zu vermitteln, Erreichtes zu stärken und weiter zu entwickleln. Ob Missionswerk oder Kirchengemeinde: „Es braucht Menschen, die Gott hingegeben sind“, betonte der temperamentvolle Mittfünfziger. Es brauche Vorbilder, die die Gemeinde prägen, und das Vertrauen zu Gott haben, dass er hilft, die Aufgaben zu bewältigen. Für uns alle gelte, „Jesus ist der beste Leiter überhaupt!“.

Herzliche Glück- und Segenswünsche für Alexander Stavnichuk und seine Frau Olga

„Jetzt muss ich einen ‚Knopf‘ dran machen!“

Nach dem Mittagessen und vielen Begegnungen, wurden einige Führungen durch Haus und Gelände von vielen Gästen gerne in Anspruch genommen.

Mit Wortbeiträgen und Bildern gaben Verantwortliche des Zentrums Einblick in aktuelle Entwicklungen, besonders über den Stand der fast abgeschlossenen Renovierung eines der Häuser auf dem knapp drei Hektar Gelände.

Drei Kommunitätsschwestern berichteten dann über Höhen und Tiefen ihrer 40-jährigen Zugehörigkeit zur Gemeinschaft, bevor eine Pantomime zum Thema ‚Helfen und Ermutigen‘ die Brücke zum persönlichen Beitrag des neuen Kommunitätsbruders Dieter Rothenhäusler war. „Ich habe Gott gefragt, was er mit meinem restlichen Leben vorhat und betete „Weise mir, Herr, deinen Weg,“ sagte der 47-jährige studierte Betriebswirt und Theologe aus dem Allgäu. Nach längerem Zögern, auch noch während der Novizenzeit in Adelshofen, wusste er, „jetzt muss ich einen Knopf dran machen: gehen oder bleiben!“ Und er blieb und könne jetzt sagen: „Ich bin angekommen an meinem Platz und angenommen von den anderen Kommunitätsgeschwistern. Das will ich heute öffentlich bekräftigen!“ Im Kreis der auf der Bühne versammelten Kommunität wurde Bruder Dieter anschließend gesegnet und damit öffentlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Sr. Martina Luschnat, verantwortliche Schwester der Gemeinschaft, gab den Gästen dann noch ermutigende Gedanken aus der Bibel mit auf den Weg.

Br. Dieter Rothenhäusler bei seinen persönlichen Worten
‚Nehmt einander an‘ – Das Lied der Kommunität für die Gäste

Die Predigten vom Vor- und Nachmittag gibt es zum Nachhören und Downloaden auf Soudcloud:

Vormittag: Predigt Willi Faix

Nachmittag: Wort auf den Weg Sr. Martina


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Text: Br. Hubert Weiler / Bilder: Br. Markus Bossert)